Wenn ich mir die Äußerungen von unserem Innenminister der letzten Tage so anschaue, dann kann ich eigentlich nur eines sagen: Herr Schäuble treten Sie zurück! Ich verstehe nicht ganz, weshalb solche Forderungen noch nicht öffentlich wurden. Das, was er da in den letzten Tagen von sich gibt, entspricht meiner bescheidenen Meinung nach ungefähr der Abschaffung von Demokratie und Rechtstaatlichkeit. Da sind schon Minister für weniger zurückgetreten. Ich verstehe es einfach nicht, wie jemand, der es zum Bundesminister geschaft hat, zu solchen Äußerungen und so einer Meinung kommt. Hat der Angriff auf seine Person damals ihm so das Hirn verbogen, dass er nicht mehr weiß, was er in seinem Jura-Studium gelernt hat und was für Werte und Gesetze in Deutschland zählen?
Besonders über das Thema "Gezielte Tötung könnte ich mich unendlich aufregen! Mit welchem Grund sollte das notwendig sein? Wenn Osama Bin Laden tatsächlich in Deutschland auftaucht und man weiß, wo er ist, weshalb kann man ihn dann nicht festnehmen? Soweit ich weiß darf man auch heute schon gezielt auf Menschen schießen, wenn er einen Bombengürtel umgeschnallt hat und man ihn durch den Schuss davon abhalten könnte andere Leute in die Luft zu sprengen. Dazu muss aber klar sein, dass tatsächlich ein Bombengürtel im Spiel ist und der Täter tatsächlich vor hat, sich zu töten. Das ist meiner Meinung nach das einzige Szenario, in dem der Staat das Recht hat, Menschen zu töten. Alles andere sollte man anders Regeln. Denn einen Irrtum kann nicht rückgängig gemacht werden.
Auch die andere Sache mit dem Handy-/Internetentzug ist irgendwie der Witz. 1. Müsste man die Menschen auf Schritt und Tritt verfolgen, um das einigermaßen sicherstellen zu können und 2. stellt sich auch hier die Frage des Irrtums. Was passiert, wenn jemand fälschlicherweise verdächtigt wird? Ohne Handy/Internet ist man heute bereits fast ein Mensch zweiter Klasse.
Ebenso die Internierung... Da kann man dann die unbequemen Leute wegsperren.
Der Witz finde ich die Äußerung, dass im letzten Jahrhundert schon einmal die Freiheit verloren ging. Ich kann es nicht direkt vergleichen, aber wenn das, was Herr Schäuble da vor hat, tatsächlich in die Realität umgesetzt wird, dann würde ich die Gesellschaft in Deutschland nicht mehr freier als unter dem NS-Regieme bezeichnen. Vielleicht ist die Gewichtung anders, aber Freiheit ist das nicht mehr.
Heute wurden ja einige Gesetze verabschiedet. Zwei davon spalten meine Meinung deutlich:
Die 0‰-Grenze für Fahranfänger wurde Zeit. Ich persönlich denke, dass auch eine 0‰-Grenze für alle Fahrer drin sein sollte. Welcher vernünftige Grund spricht für das Führen eines Autos unter Alkoholeinfluss? Sicher mag der eine oder andere sagen, dass man mit 0,x‰ genauso reaktionsfähig ist, wie ohne Alkohol aber mit einer Erkältung, Müdigkeit oder dem Handy, eine allgemeingültige Promillegrenze kann man nicht aussprechen, da jeder Mensch anders aus Alkohol reagiert. Selbsteinschätzung kann helfen. Sie funktioniert im alkoholisierten Zustand meistens aber nicht mehr. Ich kenne einige Kandidaten, die meinen, dass sie mit 5 Vodka-Bull im Blut immer noch Topp-Fit sind. Daher sollte man aus meiner Sicht prinzipiell auf das Autofahren verzichten, wenn man was getrunken hat. Und da das die wenigsten von sich aus machen sehe ich die 0-Promille-Grenze als klare Regel. Da kann man nicht sagen, dass die drei Bier vor einer Stunde bestimmt schon abgebaut auf 0.5‰ abgebaut sind....
Wenn ich gerade am vorschlagen von Gesetzesverbesserungen im Straßenverkehr bin: Ich bin für außerdem für die Einführung eines maximalen Leistung/Gewicht-Verhältnisses für Fahranfänger. Ich denke, dass 70-80PS pro Tonne Leergewicht für die ersten paar Jahre locker ausreichen.
Das zweite Gesetz dagegen richtet sich mehr oder weniger direkt gegen meinen Berufszweig: Der Besitz von Hacker-Tools ist demnächst strafbar. Tools wie nmap, EtherealWireshark oder Konsorten sollte man nicht mehr auf dem Rechner haben, da man sich sonst strafbar macht. Wie ich als verantwortlicher Admin aber meinen Server auf Lücken untersuchen soll steht im Gesetz nicht drin. Ebenso fallen für deutsche Studenten die teilnahme an Wettbewerben wie dem iCTF in Zukunft flach. Man darf die Tools, die man dazu braucht schließlich nicht besitzen, geschweige denn Benutzen. Da kann ich nur sagen: Toll gemacht, ihr überbezahlten Politiker ohne Ahnung.
Heute erschien auf Spiegel Online ein Artikel zum Thema Online-Durchsuchung, der genau meine technische Meinung zum Thema wiederspiegelt: Mit sowas kann man keine Terroristen fangen. Jeder, der sich etwas mit der Materie auseinandersetzt wird, sofern er Bedarf sieht, Sicherheitsvorkehrungen treffen, die verhindern, dass ein Schnüffelversuch erfolgreich wird. Wenn ich zum Beispiel Terrorist wäre, und bedenken hätte, dass es das BKA tatsächlich schafft, einen Trojaner auf meinem Linux-PC (den verwende ich logischerweise, denn wer weiß schon, was M$ alles eingebaut hat) zu platzieren, würde ich die Kommunikation nur noch auf Basis von sicher verschlüsselten (PGP) eMails ablaufen lassen, diese auf einen USB-Stick speichern und auf einem "sauberen" Rechner ohne Internetverbindung entschlüsseln. Dieser ist logischerweise mit einer Festplattenverschlüsselung versehen und steht in einem Stahlkäfig, wird ausschließlich von Batteriestrom gespeißt und hat außerdem noch einen Schalter mit einer Starkstrom-Direktverbindung zum RAM. Abhören ist also nix, und wenn eine Hausdurchsuchung kommt grillt man "aus versehen" den RAM....
Nicht, dass ich mich hier als Terrorist outen will, aber was ich als normaler Mensch mal eben überlegen kann, kann auch jeder Terrorist. Zumal es ja nicht notwendig ist, dass jeder Terrorist einer Zelle diese Überlegungen anstellt, sondern nur einer die Idee braucht und diese an seine "Kollegen" weitergibt.
Wie wird also das Ergebnis aussehen? Terrorismus kann man damit nicht verhindern, aber dafür viele Ahnungslose bespitzeln. Und das System, wenn es denn sowieso schon da ist auch gleich mal gegen Kinderschänder einsetzen. Und gegen Mörder, die ihre Morde sauber auf der Festplatte dokumentieren (gibts die?). Und gegen Menschenhändler. Und gegen Steuerhinterzieher. Und gegen die Tauschbörsen-Nutzer. Und gegen die Parksünder. Und und und...
Ich bin mir sicher, dass jeder, der etwas zu verbergen hat, dies gegenüber der Online-Durchsuchung auch hinbekommt, wenn er es denn nur will. Gerade beim angeführten Terrorismus bin ich mir ebenso wie bei der organisierten Kriminalität sicher, dass die betreffenden Personen dies auch tun.
Daher finde ich, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt, wie mit der Thematik umgegangen werden kann: Entweder die Sache wird fallen gelassen oder man verkauft das Volk nicht für Dumm und sagt klipp und klar, dass es möglicherweise bei der Terrorbekämpfung hilfreich sein kann, aber primär für die "normale" Kriminalität eingesetzt wird und somit jeder Internetnutzer ins Visier der Fahnder kommen kann.
Gestern wurde ja in Karlsruhe das Urteil zur Veröffentlichung von Nebeneinkünften gefällt. Heute wurden diese dann veröffentlicht. Wenn ich sehe, was da manche "nebenbei" verdienen, wundere ich mich, wie das gehen soll... Auf der einen Seite werden die hohen Bezüge der Bundestagsabgeordneten unter anderem damit begründet, dass sie eine enorm hohe Arbeitsbelastung haben, auf der anderen Seite können sie dann aber teilweise dutzende Nebenbeschäftigungen nachgehen.
zum Beispiel die Einkünfte von Guido Westerwelle empfinde ich noch als echte Nebeneinkünfte. Er verdient an einem Vortrag mindestens 7000€. Ich vermute mal, dass er da einen verdammt guten Stundenlohn hat, denn der Vortrag samt Vorbereitung nimmt ihn wahrscheinlich maximal einen halben Tag in Anspruch. Die 14 Vorträge seit Ende 2005 würde ich daher tatsächlich als Nebenbeschäftigung ansehen.
Wenn ich aber die Nebenbeschäftigungen von dem Bundestagsabgeordneten aus meinem Heimat-Wahlkreis, Hans-Joachim Fuchtel anschaue, dann denke ich, dass dies nicht mehr so einfach nebenher geht: Er hat seit der letzten Bundestagswahl über 50 Mandate in der Anwaltskanzlei Klaska gehabt. Ich kenne ja nicht seine Stundensätze, aber die mindestens 52.000€ verdient mancher der Vollzeit arbeitet nicht. Interessant finde ich, dass er scheinbar im Oktober 2006 besonders viel Zeit für Nebenjobs hatte: Ich kenne die verdienste von Anwälten nicht genaum, aber zwei Mandate, die insgesamt mindestens 8000€ einbringen macht man bestimmt nicht "mal eben nebenher" selbst wenn man Herr Fuchtel jeden Tag nur 3h dafür aufgewendet hat, ist das meiner Meinung nach zu viel. Schließlich wird er in den Bundestag gewählt, um seine Wähler zu vertreten und bekommt dafür Geld. Ebenso ist der letzte Mai interessant. Da hatte er Zeit für 5 Mandate à 1000-3500€. Ich glaube ich werde Bundestagsabgeordneter, wenn man da so viel Zeit hat, um andere Dinge nebenher zu tun ![]()
Wenn ich mir es recht überlege ist die Steigerung von Herr Fuchtel zum vielgescholtenen Friedrich Merz gar nicht mehr so groß: Merz verdient jährlich mindestens 56.000€ nebenher, Bei Herr Fuchtel waren es im Jahr 2006 mindestens 39.500€. Jetzt ist nur die Frage, aus welcher Sichtweise ich das betrachten soll: Arbeitet Herr Fuchtel viel nebenher oder Herr Merz relativ wenig? Ich tendiere eher dazu, dass beide zu viel nebenher arbeiten.
Ich kann mich mit Vista nicht wirklich anfreunden. Wieso soll ich ein System mit einem halben Gigabyte Arbeitsspeicher brauchen, nur um ein Betriebssystem zum laufen zu bekommen? Grafischer Schnickschnack hin oder her: Ich kann mir bessere Arten der Verwendung des Arbeitspeichers vorstellen. Zum Beispiel für Programme. Oder, wenn ich wirklich RAM im Überfluss habe: Eine RAM-Disk mit den wichtigsten Programmen und Daten. Der Arbeitspeicherverbrauch ist nur ein Aspekt. Beim Festplattenverbrauch oder der Grafikkarte sieht es ähnlich aus.
Ein weiterer Grund, der mich bestätigt, wurde nun bekannt: Die NSA hat bei Vista mitgeholfen. Gerüchteweise war das ja schon bei älteren Windows-Versionen so. Aber nachdem in letzter Zeit, begründet mit dem Kampf gegen Terrorismus und die organisierte Kriminalität, nahezu alles irgendwie erlaubt wird und sogar ein "Bundes-Trojaner", der das Ausspionieren der Festplatten über das Internet ohne die Kenntnis des Betroffenen erlauben und ermöglichen soll, salonfähig wird, graust es mir vor solchen Meldungen. George Orwell lässt grüßen - ohne mich.
Es ist noch keine drei Wochen her, als ich hier über die Wahlmaschinen der Amerikaner geschrieben habe. Heute macht eine Studie die Runde durch die Newsticker (Heise, Golem) und die Blogs (u.a. Nico Lumma, Kristian Köhntopp), die zeigt, dass die in den Niederlanden und in Deutschland zum Einsatz kommenden Nedap-Maschinen ebenso anfällig sind.
Die Niederländische Initiative Wij vertrouwen stemcomputers niet (Wir vertrauen den Wahlcomputern nicht) hat gemeinsam mit dem CCC die Wahlmaschinen analysiert und dabei festgestellt, dass diese sich ebenfalls relativ leicht so manipulieren lassen, dass Wahlergebnisse verfälscht werden können. Eigentlich muss man sagen, dass die Analyse noch vernichtender ausfällt. Die elektromagnetische Abschirmung funktioniert zum Beispiel nicht, so dass man aus der Ferne durch Analyse der elektomagnetischen Abstrahlung Analysieren kann, welchen Knopf der Wähler gerade gedrückt hat. Die Zugangssicherung zur Hardware selbst ist ein Witz: Es werden bei allen Maschinen dieselben Schlösser verwendet, für die man überall für ein paar Euro Ersatzschlüssel bekommt. Außerdem haben sie die Wahlmaschine, die nach Aussage des Herstellers kein Computer sei so umprogrammieren können, dass man das ganze nun als Schach-Computer einsetzen kann. In dem PDF, in dem alles beschrieben ist, wird der Vorschlag gemacht, die Folientaster mit einer qwertz-Tastatur zu beschriften, ein Basic darauf zu installieren und damit der Jugend die Anfänge und Grundlagen der Computergeschichte zu zeigen. Für Wahlen seien die angeschafften Geräte zumindest ungeeignet.
Bei Golem wird Andy Müller-Maguhn vom CCC zitiert:
"Wahlcomputer müssen in Deutschland verboten werden, bevor wir auch hier Zustände wie in den USA oder Mexiko bekommen. Die hier verwendeten Nedap-Computer sind mindestens genauso unsicher und manipulierbar, wie die aus den Wahlskandalen in den USA bekannten Systeme. Mit manipulierten Wahlcomputern kann eine entschlossene Gruppe die Macht ergreifen, ohne nach außen hin die Spielregeln der Demokratie zu verletzen"
Recht hat er und so bleibt mir nur, wie alle eingangs erwähnten Quellen die zu dem Fazit zu kommen, dass Papier und Stift am wenigsten Potential zur technischen Manipulation bietet.
Oder im Schwäbischen: "Wer net will, hot ghet". Ganz endgültig ist es noch nicht, aber so wie sich die Heidelberger gegenüber Dietmar Hopp anstellen würde ich an seiner Stelle vermutlich auch nach anderen Möglichkeiten suchen, die Millionen zu investieren. Eine ganz nette Glosse dazu gibt es von Christian Prechtl.
via kurpfalznotitzen
Ich bin dagegen. schon längers, weil ich weiß, dass eine Software nie sicher ist und man nur durch eine nicht geheime Wahl dieselbe Sicherheit erreicht werden könnte wie bei der herkömmlichen Wahl auf Papier. Es sind einfach zwei die beiden Parameter "geheim" und "anonym" die es unmöglich machen das ganze elektronisch abzuwickeln. Bei solchen grundlegenden Dingen sollte man nach dem Grundsatz "keep it simple" handeln. Und der sieht so aus: Papier, Briefumschlag und Stift.
Wieso ich darüber schreibe? Gerade eben bin ich über Nico Lumma auf ein ein Video von der University of Princeton gestoßen, der die Manipulation eines Wahlgerätes demonstriert und wurde in meiner Meinung bestärkt.
Jetzt müssen nur noch die Politiker überzeugt werden, die sich durch die Wahlmaschinen schnellere Ergebnisse erhoffen. Ich warte lieber ein paar Stunden länger und kann mir dafür sicher sein, dass die Ergebnisse auch wirklich so gewählt wurden.
Mal wieder was lustiges aus dem heutigen Polizeibericht der Polizei Mannheim:
Auch beim Chatten sollte man aufpassen, welche Dinge man wem anvertraut, insbesondere, wenn man den Gegenüber noch nicht kennt. Dies musste auch eine 21jährige Mannheimerin erfahren, die mit einem ihr sympathischen Mann über eine bekannte Plattform chattete. Im Laufe des 'Gesprächs' wurde auch geflirtet und von ihr intime Details bekannt gegeben; später kam es auch zu einer Videoschaltung via Webcam. Von dem Chat angeregt, forderte der Gegenüber die junge Frau zu sexuellen Handlungen auf, was diese nicht wollte. Hierüber war er nicht begeistert und erpresste sie damit die ihm anvertrauten Dinge im Internet zu veröffentlichen. Die Mannheimerin beendete daraufhin die Unterhaltung und verständigte die Polizei. Die Ermittlungen dauern noch an.
Ob sich aus den Ermittlungen etwas ergibt wird sich noch zeigen... Irgendwie hat das Verhalten aber fast mit dem eines gewissen Torsten gemeinsam...
Eben lese ich auf Spiegel.de, dass am Paradeplatz{gt:49.48705,8.46629,Paradeplatz Mannheim} ein Koffer steht und nun Bombenalarm herrscht. Bin mal gespannt, ob sie den Helden finden, der seinen Koffer angekettet hat und was sich sonst noch daraus entwickelt...
UPDATE: Wieso war es mir nur klar, dass irgendein Müll in dem Koffer war und irgendjemand, der geistig etwas verwirrt ist, den Koffer angekettet hat? Laut N24 waren Zeitungen, laut Spiegel Online Bücher drin ![]()
UPDATE2: Zwischenzeitlich gibts von der Pressestelle der Polizei eine Mitteilung:
Zeitgleich mit dem Sprengstoffexperten der Polizei trafen auch die Besitzer des Koffers vor Ort ein. Diese konnten die Situation schnell aufklären. Es handelte sich um zwei Männer im Alter von 25 und 33 Jahren, die in der Innenstadt Bücher einer asiatischen Religionsgemeinschaft verkauften. Im Koffer hatten sie zu diesem Zweck die Bücher deponiert. Um diese gegen Diebstahl zu sichern, hatten sie den Rollkoffer an der Haltestelle angekettet.
Ob die nun geistig verwirrt sind oder nicht lasse ich ketzt mal besser offen...
Interessant ist noch folgende Aussage:
Da aufgrund der momentanen Sicherheitslage ein ernster Hintergrund nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde der Fundort großräumig abgesperrt.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie groß die Vergesslichkeit, Dummheit und vor allem Verdränungsgabe der Menschheit ist. Auf der einen Seite kann schon seit Ewigkeiten, mindestens aber seit knapp fünf Jahren, immer wieder hören, dass man einen Koffer oder ähnliches nicht unbeaufsichtigt rumstehen lassen soll und man macht es trotzdem. Normalerweise reagiert darauf auch niemand sofort mit einem Bombenalarm, aber da passiert dann mal (fast) wieder was und in jedem herrenlosen Gepäckstück wird eine Bombe gesehen. Hätte die Mannheimer Polizei vor zwei Monaten auch schon so empfindlich reagiert? Vermutlich nicht. Nico Lumma hat auch im Bezug auf den Mannheimer Fehlalarm in seinem Blog einen Artikel geschrieben hat, der in dieselbe Kerbe haut, wie folgendes Zitat von Scytale auf im-coma.de:
0mG it si teh T3RR0R! *Kameras rund ums Haus aufstell*
Sorry, ich kann's nicht mehr hören. Meiner Meinung nach sollte es wesentlich mehr "Scherzbombenkoffer" geben, deutschlandweit. Vielleicht raffen sie nach der 20. Sprengung von Plüschtieren wie bekloppt das alles ist.
Ich sehe es wie die beiden auch: Auf der einen Seite darf man sie ganze Sache sicher nicht auf die leichte Schulter nehmen, aber auf der anderen Seite ist es vollkommen daneben, ständig überall eine Bombe oder sonstige Terrorgefahr zu suchen. Da sagt irgendjemand irgendwas von einer Bombe und binnen Minuten wird ein kompletter Bahnhof, Flughafen oder sonstwas für Stunden gesperrt und lahmgelegt. Zwischenzeitlich brauchen die richtigen Terroristen gar keine Bomben mehr bauen. Es reicht aus, ab und zu ein Gerücht zu streuen oder irgendwelche Anfänger eine Bombenatrappe bauen lassen und die dann on tour schicken, um ein ganzes Land in Chaos und den Ausnahmezustand zu versetzen und damit die Politiker anzuheizen, die Freiheit der Bürger durch Videoüberwachung, Kommunikationsdatenspeicherung und anderen Big-Brother-Ideen weiter einzuschränken.
Ich behaupte: Wenn ein Terrorist wirklich eine Bombe zünden will, dann bekommt er das auch hin, egal wie groß die Sicherheitsmaßnahmen sind. Er muss nur Vorsichtig und Kreativ genug sein.
Die Grünen haben heute einen wirklich guten Vorschlag zum Thema GEZ gemacht:
Die Gebühren für Computer mit Internetzugang sollen sollen noch zwei Jahre ausgesetzt werden, da bisher weder die technischen Möglichkeiten vorhanden seinen, noch würde das Angebot der öffentlich Rechtlichen diese Gebühr rechtfertigen...
Was soll ich dazu sagen? Das ist genau meine Meinung. Wenn das Angebot der Sender im Internet dem traditionellen Angebot gleicht würden sich die Gebühren vielleicht noch erklären lassen, aber wenn die Dinge, die ich im Fernsehen schauen würde (also zb die WM), nicht im Internet ebenfalls verfügbar sind, dann ist der Internetzugang aus Fernseh-Sicht nicht mit einem Fernseher gleichwertig und dementsprechend keine 18€ pro Monat wert. Das muss man sich sowieso mal auf der Zunge zergehenlassen: Ich zahl hier ca. 20€ für einen DSL2000-Anschluss und soll dann nochmal fast so viel an die GEZ löhnen - ganz egal, ob ich damit irgendein Angebot der Öffentlich-Rechtlichen nutze oder nicht. Oder man verlangt die Gebühren einfach zurück ![]()
Das Fairliblog ist ab sofort für öffentlich-rechtliche Benutzer kostenpflichtig. Kostenpunkt: 17,83 Euro pro Monat. Die Anmeldung erfolgt durch den ersten Besuch, die Abmeldung kann nur erfolgen, wenn man zweifelsfrei nachweisen kann, dass dem Besucher technisch nicht mehr möglich ist, seinen Blog zu besuchen.
Jeder, der sich schon einmal mit der "Problematik" GEZ beschäftigt hat, wird gewisse parallelen entdecken
Ich bin mal gespannt, wie die Reaktion ausfällt.
via lawblog
Was tun, wenn Sie keine Rundfunkgeräte anzumelden haben? Damit Sie keine Erinnerung von uns erhalten, antworten Sie uns dennoch. Dabei teilen Sie uns bitte uach evtl. erforderliche Korrekturen, z.B. eine Adress- oder Kontoänderung, auf dem Antwortbogen mit.
Wenn ich umziehe bekommt ihr eine Benachrichtigung von der Post, oder alternativ holt ihr euch die Daten von den Einwohnermeldeämtern und wenn ich tatsächlich eine Kontoverbindung angebe, dann geht ihr bestimmt davon aus, dass ich nur versehentlich das Kreuz falsch gesetzt habe und bestimmt einen Fernseher und ein Radio habe und bucht deshalb jeden Monat fleißig die 17€ ab.
Ab nächstes Jahr wirds leider noch schwieriger, euch klarzumachen, dass man nix zahlen muss. Die Argumentation, dass man übers Internet genau so fernsehen kann wie mit einem Fernseher müsst ihr mir noch erklären. Oder ihr zwingt die Fernsehsender live ins Internet zu streamen.... Dann würd ichs verstehen.
Beim ersten Brief, den ihr mir geschickt habt, habe ich ja noch brav eine Briefmarke auf den Antwortbrief geklebt. Zwischenzeitlich seh ich das nicht mehr ein. Wenn ihr eure Daten nicht auf dem laufenden habt oder dem Bürger nicht zutraut, dass er sich meldet, sobald er ein Gerät hat, sich auch anzumelden, dann bezahlt gefälligst auch das Rückporto. Alternativ würde ich sogar mein Formular Online ausfüllen... aber so modern ist euer Workflow wohl noch nicht.
Es ist einfach ein Elend mit euch!
Betr.: User-Kommentar zu philippfleck.de
Sehr geehrte Damen und Herren,
in unserem Forum wird angezeigt, dass Sie einen unserer User betrogen haben sollen.
Bitte nutzen Sie die Suchfunktion in unserem Forum www.snakecity.cc bzw. www.snakecirty.de und nehmen Sie Stellung.
Ansonsten rechnen Sie damit, dass man Sie in Zukunft bei Google unter Ihrer Firmierung philippfleck.de ganz
oben findet, wenn man nach Gangster, Betrug und philippfleck.de sucht.
Bitte nehmen Sie dies als ernste Warnung.
Bei Snakecity herrscht Recht und Ordnung. Helfen Sie mit!
Sollten Sie sich nicht melden bleibt der Forenbeitrag bestehen da wir davon ausgehen, dass
der gegen Sie erbrachte Vorwurf zutrifft.
Hochachtungsvoll
Ihr Snakecity-Team
Die Online-Judikative
Michael Kohlhaas - Werner Kaltofen GbR
hostmaster@all-inkl.com
Dorfstr. 49
02742 Friedersdorf
www.snakecity.cc
www.snakecirty.de
Streichung des Forenbeitrages zu philippfleck.de gegen Einmalzahlung:
Sollten Sie Interesse haben, dass wir den User-Kommentar streichen ist dies nur durch die Zahlung eines Unkostenbeitrages realisierbar. Anfragen mit Gebot in Euro bitte an admin@snakecity.cc.
Wir werden nach Geldeingang den Artikel zu philippfleck.de sperren lassen.
Der Fall ist aus meiner Sicht eindeutig: Da will mich jemand Erpressen. Ob es nun wirklich die Forenbetreiber sind oder, wie sie behaupten, jemand anderes, ist mir eigentlich auch egal. Ich bin kein Betrüger
Etwas Schade ist, dass die Mail von einem Rechner aus Korea verschickt wurde. Ich hätte gerne mal eine Strafanzeige wegen Erpressung gestellt, aber die Mühe, die Person hinter einer koreanischen IP zu ermitteln erspare ich unseren überlasteten Polizeibeamten, denn die würden vermutlich sowieso nichts anderes machen, als das Verfahren einzustellenen.
Bloggen hilft im wirklichen Leben oder "Wie man mit Weblogs Trickbetrüger fängt"... Irgendwie lustige Geschichte.
Das Hickhack vor der WM. Da wären die Streitereien um Klinsi und seinen Wohnsitz, die zwischenzeitlich ja glücklicherweise größtenteils überstanden sind. Da wäre der neue Schiri-Skandal der ein ungutes Licht auf Deutschland wirft. Das alles ist aber nicht so schlimm wie die Regelwut der FIFA. Aus meiner Sicht ist es unverschämt, was da teilweise abläuft. Der Gipfel ist aber der Ausspruch des Geschäftführers der Marketing-Gesellschaft der FIFA, Gregor Lentze:
Die Weltmeisterschaft ist kein Allgemeingut, sondern eine Privatveranstaltung der 207 Fußballverbände.Wenn ich sowas höre bekomme ich den Vogel... Da werden in Deutschland viele Millionen Euro Steuergelder in Infrastruktur, Marketing und was weiß ich gesteckt und dann ist es eine Privatveranstaltung. Äh also ich wollte mal da privat eine kleine Hallenhalma-Meisterschaft abhalten...
Letzte Woche habe ich mich dazu entschlossen, einen neuen Monitor zu kaufen, da es der "etwas ältere" 15-Zoll CRT am Linux-Rechner nimmer wirklich eine ergonomische Darstellung liefert. Er hat nach fast 9 Jahren Betrieb einfach seinen Ruhestand verdient
Zuletzt war es zum Beispiel so, dass rote Flächen (wie hier im Blog) von rechts rot, nach schwarz abgesoffen sind.
Ich wollte auf alle Fälle einen TFT und was wirklich hochauflösendes, also größer als 1280x1024. Dummerweise kommen da nur Monitore mit 20 Zoll oder mehr in Frage - mit den entsprechenden Preisen. Und eben das Breitbild-Display 2005FPW von Dell, das zwar regulär auch ca 800€ kostet, aber zum Bestellzeitpunkt auf 580€ gesenkt war. Das war zwar an der Schmerzgrenze, aber ein so großes Display entschädigt vieles
Für das Display sprechen außerdem, dass es neben DVI und normalem VGA-Anschluss auch noch einen S-Video und Composite-Eingang hat und außerdem höhenverstellbar, schwenkbar und drehbar ist.
Gesagt, getan und bestellt. Angekommen ist der Monitor dann am Montag, nachdem die Pakete (es waren insgesamt drei) im Auslieferungslager von UPS zwischengelagert wurden, weil eins davon fehlgeleitet wurde. Logischweise habe ich es gleich ausgepackt und angeschlossen
Eines der drei Pakete war übrigens ein Parade-Beispiel, wie man ineffizient verpackt:
Die erste Ernüchterung kam dann aber, als ich das Display an mein Notebook (Haupteinsatzort) angeschlossen habe: Die Grafikkarte vom Notebook unterstützt die Auflösung nicht. Überall liest man, dass man in so einem Fall die Treiber aktualisieren soll. Dummerweise funktionieren die Treiber von den Grafikkartenherstellern nicht bei den Notebooks und der Treiber vom meinem Notebook ist so alt wie es selbst und wurde seither nicht mehr aktualisiert. Powerstrip hat leider auch nichts geholfen. Ich sah schon die volle Auflösung dahinschwimmen. Wer will schon ein TFT-Display, das 1680x1050px unterstützt mit 1280x1024 betreiben? Außerdem hätte ich mir dann ja auch ein 19-Zoll-Gerät kaufen können. So wie ich die Angaben in der Grafikeinstellung interpretiere unterstützt die Grafikkarte auch höhere Auflösungen. Nur kommt es eben nicht mit dem Breitbild-Format zurecht. Daher habe ich die Omega-Treiber installiert und siehe da: Die Grafikkarte kann auf einmal auch die 1680x1050 Pixel ansteuern und die Monitorfläche "etwas" erweitern...
Bei eBay habe ich mir noch eine Grafikkarte mit DVI für den Linux-Rechner ersteigert. So kann ich den DVI-Eingang auch nutzen und den Linux-Rechner auf Dual-Head umkonfigurieren ![]()
Die Freude übers neue Display hat leider nicht arg lange angehalten. Um genau zu sein nicht mal 12 Stunden, denn sie hat genau zu dem Zeitpunkt geendet, als ich einem Freund per ICQ den Link zur Dell-Seite schicken wollte, damit er sich meine Erungenschaft auch anschauen kann.... Da habe ich dann nämlich gesehen, dass der Preis fürs Display nochmal um 100€ auf 480€ gesenkt wurde.
Ich habe drei Bilder von meinen drei Monitoren gemacht, damit man den Unterschied mal direkt sehen kann. Alle Bilder wurden mit derselben Kamera-Einstellung (sprich Blende und Belichtungszeit) gemacht:

Der15-Zoll TFT am Linux-Rechner, mittlere Helligkeit, gleiche Auflösung wie CRT.

Der 20-Zoll Monitor: Gut Erkennbar: Höhere Auflösung und die PiP-Funktion, die die angeschlosseneDigi-Cam zeigt und die höhere Helligkeit des Bildes
Montagabends bin ich dann spontan mit ein paar Studienkollegen in die Sneak-Preview, da ich für die Klausur sowieso nichts mehr gemacht hätte. Und es hat sich gelohnt. Bei der Sneak-Preview werden vor Beginn des Filmes immer Dinge verlost und die erste Gewinn-Sitznummer war tatsächlich meine: L4-10. Ich habe einen Pink-Panther gewonnen. Irgendwie cool das Teil. Es hat ein Drahtgerippe und ist so biegbar. Hier ein Bild, wie er auf meinem neuen Monitor sitzt
Der Film selbst war auch nicht schlecht: "Das Leben der Anderen". Einen Artikel zum Film von Spiegel Online erspart mir hier einige Tipparbeit, denn der sagt eigentlich schon alles
Ich fand den Film auf alle Fälle gut, da er die Problematik Stasi und des daraus resultierenden Drucks auf die Bürger der DDR interessant aufarbeitet.
Wer schon immer das Zusammenbauen eines Flugzeuges oder Motorrades im Zeitraffer sehen will, dem sei "How Eervery Day Things Are Made" von der Stanford-University empfohlen. Da gibts einige wirklich interessante Clips.
Die Fachschaft Informatik und Mathe hat auch dieses Jahr wieder eine CeBIT-Fahrt angeboten. Leider lagen dieses Jahr meine Klausuren so doof, dass ich nicht mitgehen konnte. Naja ich werds überleben ![]()