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12. August 2008  
Wer denkt sich sowas aus?

Ich wollte eben mal schnell eine ältere Version von Nero runterladen, zu der ich noch eine Lizenz besitze. Bevor ich downloaden konnte wurde ich aber verpflichtet, meine eMail-Adresse anzugeben, an die Ahead zukünftig gedenkt, Tipps, Sonderangebote und Produktinformationen von Nero zu schicken....

 Nero News

Manchmal fragt man sich echt, was sich die Firmen eigentlich denken. Mich würde schon interessieren, wie das Verhältnis Fake zu echten Adressen ist. Und wie Ahead dazu steht, wenn meine Adresse von jemanden einfach so eingetragen wurde... In Deutschland spricht die landläufige Rechtssprechung soweit ich weiß von double-opt-in und ich bezweifle mal, dass das hier gegeben ist.

06. Juli 2007  
Ahnungslos

Heute erschien auf Spiegel Online ein Artikel zum Thema Online-Durchsuchung, der genau meine technische Meinung zum Thema wiederspiegelt: Mit sowas kann man keine Terroristen fangen. Jeder, der sich etwas mit der Materie auseinandersetzt wird, sofern er Bedarf sieht, Sicherheitsvorkehrungen treffen, die verhindern, dass ein Schnüffelversuch erfolgreich wird. Wenn ich zum Beispiel Terrorist wäre, und bedenken hätte, dass es das BKA tatsächlich schafft, einen Trojaner auf meinem Linux-PC (den verwende ich logischerweise, denn wer weiß schon, was M$ alles eingebaut hat) zu platzieren, würde ich die Kommunikation nur noch auf Basis von sicher verschlüsselten (PGP) eMails ablaufen lassen, diese auf einen USB-Stick speichern und auf einem "sauberen" Rechner ohne Internetverbindung entschlüsseln. Dieser ist logischerweise mit einer Festplattenverschlüsselung versehen und steht in einem Stahlkäfig, wird ausschließlich von Batteriestrom gespeißt und hat außerdem noch einen Schalter mit einer Starkstrom-Direktverbindung zum RAM. Abhören ist also nix, und wenn eine Hausdurchsuchung kommt grillt man "aus versehen" den RAM....

Nicht, dass ich mich hier als Terrorist outen will, aber was ich als normaler Mensch mal eben überlegen kann, kann auch jeder Terrorist. Zumal es ja nicht notwendig ist, dass jeder Terrorist einer Zelle diese Überlegungen anstellt, sondern nur einer die Idee braucht und diese an seine "Kollegen" weitergibt. 

Wie wird also das Ergebnis aussehen? Terrorismus kann man damit nicht verhindern, aber dafür viele Ahnungslose bespitzeln. Und das System, wenn es denn sowieso schon da ist auch gleich mal gegen Kinderschänder einsetzen. Und gegen Mörder, die ihre Morde sauber auf der Festplatte dokumentieren (gibts die?). Und gegen Menschenhändler. Und gegen Steuerhinterzieher. Und gegen die Tauschbörsen-Nutzer. Und gegen die Parksünder.  Und und und...

Ich bin mir sicher, dass jeder, der etwas zu verbergen hat, dies gegenüber der Online-Durchsuchung auch hinbekommt, wenn er es denn nur will. Gerade beim angeführten Terrorismus bin ich mir ebenso wie bei der organisierten Kriminalität sicher, dass die betreffenden Personen dies auch tun.

Daher finde ich, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt, wie mit der Thematik umgegangen werden kann: Entweder die Sache wird fallen gelassen oder man verkauft das Volk nicht für Dumm und sagt klipp und klar, dass es möglicherweise bei der Terrorbekämpfung hilfreich sein kann, aber primär für die "normale" Kriminalität eingesetzt wird und somit jeder Internetnutzer ins Visier der Fahnder kommen kann. 

01. Juli 2007  
Bug-Fixing

Die Telekom hat eine neue Art vorgestellt, wie man Fehler aus der Welt räumt: Ein Router, der von der T-Com vertrieben wurde, hatte einen Bug, der bewirkte, dass man über das Internet auf die Geräte zugreifen konnte. Ziemlich schlecht, besonders angesichts dessen, dass man darüber an die Zugangsdaten von T-Online-Benutzern kam, und damit auf deren Telefonrechnung einkaufen konnte. Da bisher noch viele Router nicht gepatched sind hat sich die Telekom dazu entschlossen, Zugriffe auf den fraglichen Port einfach für alle T-Online-Kunden zu verbieten. Auch eine Möglichkeit. Mehr dazu bei Heise.

Ich bin etwas hin- und hergerissen, was ich von der ganzen Aktion halten soll. Auf der einen Seite wird der Internetzugang der Kunden eindeutig beschnitten (wenn auch in einem kleinen, für die meisten nicht spürbaren Ausmaß;), auf der anderen Seite schützen sie ihre Kunden. Besser hätte ich es aber gefunden, wenn die Port-Sperre dynamisch erfolgen würde. Ich könnte mir das etwa so vorstellen: Wenn sich der Kunde einwählt wird automatisch geprüft, ob er einen fraglichen Router mit passender Sicherheitslücke hat und dann der Port gesperrt. Sonst sind weiterhin alle Ports erreichbar. Diese Lösung hätte zwar eindeutig mehr Aufwand seitens der T-Com erfordert, als einfach alle Kunden zu blocken, aber ich frage einfach mal ganz frech: Wessen Produkt hatte eklatante Sicherheitsmängel?

27. Juni 2007  
Trojanische Pferde

Ich habe mich ja immer gewundert, warum die Trojaner damals so dumm waren und das Pferd einfach in die Stadt ließen. Gut, vielleicht glaubten sie an das Gute in den Griechen. Aber irgendwie ist es doch sehr leichtsinnig, zu glauben, dass ein Kriegsgegner einem plötzlich ein Geschenk macht.

Ein australischer Sender hat einen Test gemacht und wollte wissen, was die Menschheit aus der Geschichte gelernt hat und ist mit einem Holzpferd auf einem Autohänger an verschiedene, mehr oder weniger offizielle Orte gefahren und hat um Einlass begehrt. Mit teils ganz unterschiedlichen Resultaten:

 Screenshot Youtube: What we learned from History

Irgendwie ist es schockierend, wie leichtfertig die teilweise Zugang erhalten haben. Nachdem ich das gesehen habe wundert es mich auch nicht mehr wirklich, dass es regelmäßig vorkommt, dass Trojaner, die per eMail kommen aktiviert werde, obwohl das einige Aktionen des Benutzers erfordert.

14. Februar 2007  
Post zum Valentinstag
Beim Comic-Strip von Kopozky von heute musste ich herzhaft lachen. Zu gut kann ich mich noch an den Valentine-Spam vom letzten Jahr erinnern, wobei ich sagen muss, dass es dieses Jahr bisher ziemlig ruhig ist. Eine Mail mit Valentine im Betreff bisher.
11. Februar 2007  
Mich interessiert nicht wie alt ich werde!

Vorgestern abend um halb zehn hat es angefangen: Dutzende Mails die mir einen Test schmackhaft machen sollen, der mir sagt, wie alt ich werde landen in meiner Mailbox. In den letzten 48h waren es insgesamt über 250. Habe ich schon erwähnt, dass mir sowas auf die Nerven geht?

 *Wie alt wirst Du? *
*50 Jahre? 65 Jahre? oder vielleicht sogar 100 Jahre alt?*
*Teste heute Deine Lebenserwartung ! *
*Mache den Test. *
*TEST STARTEN - HIER KLICKEN <http://www. 80-jahre-alt .com>*
Adresse löschen hier klicken <mailto:wiealtwirstdu@list.ru>

Vorhin habe ich nun mal die angegebene Seite besucht und siehe da: Einähnliches Geschäftsmodell wie vor einem dreiviertel Jahr mit den Erotikdarstellern. Wenn  man seine Daten eingetragen hat bekommt man eine Rechnung über 59€. Den Anbieter rechtlich belangen wird ähnlich schwer sein, wie die Erotik-Firma aus Panama. Der Anbieter sitzt laut Impressum auf den britischen Jungferninseln. Der Anbieter dagegen wird wahrscheinlich seine Forderungen auch in Deutschland durchsetzen können. Da wird dann möglicherweise ein "befreundetes" Inkassounternehmen eingesetzt und mit dem möglichen Verlust der Kreditwürdigkeit gedroht.

Ganz unabhängig davon wird man bei der Beantwortung des Fragebogens sicherlich einige Details aus seinem Leben Preis geben müssen. Wie sonst sollte man überhaupt eine Schätzung wagen können? Das wird dann aber in Verbindung mit dem sechtsen Punkt der Datenschutzerklärung interessant: 

6. Meine Angaben innerhalb des Projektes dürfen bei Zustimmung vom Veranstalter des Projektes (Internet Service AG, Ltd., Wickhams Cay I, Rod Town, Tortola, VG, BVI), von den Sponsoren der Aktion sowie von den beauftragten Dienstleistern für Marktforschung, für die bessere Zuordnung von bereits zu meiner Person vorhandenen Daten sowie für interessante und günstige Angebote aus den unten genannten Branchen, die meinen erkennbaren Interessen entgegenkommen, verarbeitet und genutzt werden (Telefonmarketing, SMS Werbung, eMail-Werbung und schriftliche Werbung). Die Übermittlung und weitere Nutzung meiner Angaben wird auf die Kunden der Sponsoren aus den nachfolgend genannten Branchen für Marktforschung, für die bessere Zuordnung von bereits zu meiner Person vorhandenen Daten und für Werbung, die meinen erkennbaren Interessen entgegenkommen (Telefonmarketing, eMail-Werbung und schriftliche Werbung), beschränkt: Verlage, Adress- und Versandhändler, Finanz- und Telekommunikationsdienstleister, Markenartikelhersteller, Gewinn- und Glücksspiele, Reise und Tourismus, Gesundheitsvorsorge, Energieversorger, Versicherungen, Pharma- und Kosmetikunternehmen, gemeinnützige Vereinigungen, Fahrzeughersteller und -händler, Bekleidungs- und Elektronikeinzelhandel, Marktforschungsunternehmen, Berufs- und Weiterbildungsinstitute. Diese Einwilligung kann ich jederzeit mit Wirkung für die Zukunft schriftlich widerrufen (per Fax, Brief oder eMail). 

Hervorhebungen von mir. Wenn ich die Hervorhebungen mal zusammenfassen darf: Man stellt einen Freibrief für sämtliche bekannte personalisierte Werbeformen für Firmen sämtlicher Branchen, die den alltäglichen Lebensbereich betreffen aus.

Eigentlich ist das eine geniale Idee: Der Benutzer bezahlt für eine Dienstleistung, die man genausogut auch mit einem Würfel betreiben könnte fast 60€ und man darf mit den dadurch erzielten Daten weiteres Geld verdienen. Ich kenne mich nicht genau aus, was ein detailiertes Benutzerprofil so bringt, aber wenn ich daran denke, was für StudiVZ, MySpace oder OpenBC so bezahlt wurde (die Bewertung der Plattformen wurde nach Anzahl der Benutzer vorgenommen), dann denke ich, dass die 60€ der kleinere Teil des Verdienstes sind.

Aus Sicht des Unternehmens: Geniale Idee. Aus Sicht eines normalen Bürgers: Grausam. Mein Ratschlag daher: Macht die Dummheit nicht, Finger weg!

Ganz unabhängig davon: Ich will gar nicht wissen, wie alt ich werde.  

29. Januar 2007  
Wie geht das?

Bei Clipfish gibt es einen Clip, der eine Frau in einem Auto zeigt, die „etwas” Schwierigkeiten hat, das Auto zu beherschen. Solls ja geben. Trotzdem ist mir der weitere verlauf des Filmchens etwas schleierhaft. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass ein Auto so leicht umkippt. Man weiß zwar nicht, gegen was da außerhalb des Bildes gefahren wird, aber die Motorhaube ist kaum einen Meter verdeckt, da fällt das Auto schon um. Ich bin mir also irgendwie nicht sicher, ob das Video ein Fake oder echt ist.

Screenshot von umkippenden Auto

16. Januar 2007  
Darwin-Award
Der Darwin-Award 2007 geht an den Rentner, der versuchte mit Starkstrom die Maulwürfe aus seinem Garten zu vertreiben und sich dabei selbst den Todes(strom)stoß versetzte.
29. November 2006  
Mal eben testen = Dumme Idee
Heute wurden im PiPool neue Drucker angeliefert. Der neue bietet vielerlei Möglichkeiten, wie man in konfigurieren kann und wie die Druckdaten aufs den Drucker kommen. Was er nicht kann, ist, dass man per Webinterface eine Datei hochlädt und der Drucker diese dann druckt. Meiner kann das. Warum auch immer, habe ich direkt aus dem Pool einen Druckauftrag gestartet, indem ich ein PDF über das Webinterface auf den Drucker geladen habe. ICh hatte irgendwas von "PDF-Kompatibel" im Kopf. Dummerweise mag der Drucker keine PDFs und hat so nur Zeichensalat ausgedruckt. Da ich aber an der Uni war blieb mir nur eines: Zusehen, wie der Seitenzähler im Webinterface weiter ansteigt. Als ich heim kam hatte ich einen Stapel von 50 Blatt Zeichensalat, Beidseitig bedruckt. Immerhin hat der Drucker den Eco-Modus verwendet und kaum  ;-)
23. November 2006  

So lautete die Betreffzeile einer eMail, die neulich bei mir imPostfach lag. Die Mail war, wie der Betreff schon andeutete, ein Phishing-Versuch, bei dem Daten für mein nicht vorhandenes Konto bei der Deutschen Bank abgegriffen werden sollten. Phishing-Mailsbekomme ich täglich massig, aber eine, in der mir schon im Betreff angekündigt wurde, dass es Phishing sei, ist mir bisher noch nicht bewusst untergekommen. 

Wenn ich jetzt irgendeine Internet-Suite einsetzen würde, die eingehende Mails auf Phishing untersucht, dann wäre es klar. Ebenso, wenn der Mailserver sowas versuchen würde. All das kommt aber bei mir nicht zum Einsatz.

Auch wenn sie nerven, so kann man den Phishern angesichts der immer neuen Ideen, wie man die Filter überlisten könnte, nicht nachsagen, dass sie Dumm seien. Daher glaube ich kaum, dass sie eine ihrer Mails mit dem Betreff ausstatten würden. Viel mehr vermute ich, dass einer der beiden Mailserver auf dem Weg zu meinem die Mail analysiert und mit dem Betreff versehen hat. Seltsam ist das Ganze aber trotzdem. Entweder sie sind offene Mail-Relays oder sie sind Mail-Relays in einem Firmennetz.
Im ersteren Fall müsste man den Server-Admin als Schizophren einstufen. Auf der einen Seite hat er eine Software am laufen, die jede einzelne Mail analysiert und auf der anderen Seite leitet er alle ankommende Mails an alle weiter.
Der zweiten Fall ist zwar eher realistisch, aber Gedanken sollte sich der Mailserver-Admin trotzdem machen. Wenn eMails aus dem eigenen Netz Schadhaftes enthalten, dann wäre es doch besser, wenn die Mail gar nicht versendet würde, sondern in einem Log-File landet und gleichzeitig der absendende Rechner vom Netz genommen wird. 

21. November 2006  
Wenn man nichts mehr zu verlieren hat

Es ist immer wieder erstaunlich, was Menschen tun, wenn sie scheinbar im Leben nichts mehr zu verlieren haben. Bei Youtube gibt es einen Clip, der einen Menschen zeigt, der auf einen ICE aufspringt und sich bei voller Fahrt selbst dabei filmt.

Die Wahrscheinlichkeit, dabei umzukommen, ist vermutlich ähnlich hoch wie bei russischem Roulette. Nur das bei selbigem nicht unbedingt andere Beteiligt sind oder zuschauen müssen. 

25. Oktober 2006  
Rückenwind und Übermut

Momentan windet es auch hier in Mannheim ziemlich stark. Heute morgen, als ich mit dem Fahrrad an die Uni gefahren bin hatte ich Gegenwind. Frei nach „Murphys Law” müsste ich eigentlich bei der Heimfahrt auch Gegenwind haben. Heute war es aber nicht so. Der Wind katkräftig in meine Richtung geblasen, so dass ich mit 25km/h bequem fahren konnte, ohne den Fahrtwind im Gesicht zu spüren. So machts Spaß. Soweit war auch noch alles klar.

Hinter Neuostheim war eine ziemlich große Pfütze, die sich quer über den Weg breit gemacht hat. Mit dem Schwung des Windes im Rücken habe ich mir gedacht, dass ich ganz schlau bin und nicht wegen der Pfütze bremse sondern einfach durch die Wiese nebenan fahre. Leider war das keine so gute Idee, denn auch in der Wiese stand das Wasser und es war ziemlich matschig. Das hatte die logische Folge, dass es kräftig gespritzt hat. Außerdem wäre ich fast vom Fahrrad gefallen, was ich nur mit ein paar beherzten Richtungskorrekturen verhindern konnte, aber die Folge hatte, dass es zu allen Seiten gespritzt hat. Ergebnis:

Bild von meiner Hose und meinen Schuhen nach dem Ausritt durch die Wiese

Ich habe die Aktion zwar ohne Sturz überstanden, aber die Hose ist definitiv ein Fall für die Waschmaschine und die Schuhe müssen auch geputzt werden. 

Für die Zukunft merke ich mir: Wenn eine Pfütze quer über sie Straße ist, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass die Wiese nebenan auch durchnässt ist ;-) 

16. September 2006  
zwölf Megapickel

Auf im-coma.de hat jemand nach einer Digitalkamera im Bereich zwischen 100 und 150 Euro gefragt. Meine Empfehlung war, sich eine ältere gebrauchte zu kaufen und sich nicht ein Megapixel-Monster anzutun. Spaßeshalber habe ich trotzdem mal geschaut, was es da so am Markt gibt und bin über ein Modell mit 12 Megapixel gestolpert. Für sensationelle 68€!

Ich kann es mir jetzt nicht verkneifen die "Qualität" dieser 12 Millionen Pixel mit 8 (bzw 16) fachem digitalem Zoom etwas genauer darzustellen und meinen Senf dazu abzugeben:

Da ich logischerweise keine Aufnahme der Kamera besitze habe ich eine Raw-Aufnahme meiner (versunkenen) Digital-Kamera als Basis genommen. und auf die drei Megapixel des Sensors beschnitten. Die Basis für meine Experimente dürfte also der wahren Qualität sicher nichts nachstehen und hat als Raw-Aufnahme auch keine Jpeg-Artefakte oder ähnliches. Die Bilder sind hier logischerweise nicht in voller Auflösung eingebunden. Diese erreicht man durch anklicken ;-)

Hier also das Ausgangsbild:

 Testbilder für eine 3 Megapixel-Kamera mit 12 Megapixel-Bilder

Das Bild habe ich nun auf 12 Megapixel "aufgeblasen":

 Testbilder für eine 3 Megapixel-Kamera mit 12 Megapixel-Bilder

Hier sehen die 12 Megapixel logischerweise nicht anders aus, aber wenn man einen Ausschnitt daraus wählt, der 8 fachem Zoom entspricht erkennt man schon die erste Qualitativen Mängel:

 Testbilder für eine 3 Megapixel-Kamera mit 12 Megapixel-Bilder

So könnte man das Bild ja noch akzeptieren. Allerdings hat es ja nicht die versprochene Auflösung von 12 Megapixel sondern nur 187.500 Pixel, also gerade 1/64 oder ~1,5%. Wenn man das ganze nun wieder auf 12 Megapixel aufbläst sieht es dann so aus:

 Testbilder für eine 3 Megapixel-Kamera mit 12 Megapixel-Bilder

 Der Ausschnitt aus dem Original-Bild ist dann so groß (1:1):

 Testbilder für eine 3 Megapixel-Kamera mit 12 Megapixel-Bilder

Beim Versprechen eines 16-fach Zooms für 3 Megapixel sieht es sogar noch krasser aus. Dieser Ausschnitt (1:1) auf dem Sensor wird auf 3 Megapixel aufgeblasen:

 Testbilder für eine 3 Megapixel-Kamera mit 12 Megapixel-Bilder

12.288 Pixel auf dem Chip werden zu über 3 Millionen interpoliert. Oder anders ausgedrückt: Aus jedem Pixel im obigen Bild werden 256 in diesem Bild:

 Testbilder für eine 3 Megapixel-Kamera mit 12 Megapixel-Bilder

Die Qualität braucht vermutlich nicht mehr kommentiert werden. Zumal sie vermutlich noch viel schlechter ausfällt, da eher unwahrscheinlich ist, dass die Kamera so gut interpoliert wie das von mir verwendete Photoshop. Außerdem ist davon auszugehen, dass ein Objektiv (vermutlich Plastik) mit einem Durchmesser von vielleicht 5mm überhaupt das Ausgangsbild auf den Sensor bekommt. 

Also liebe potentielle Käufer von der Technaxx X8 oder einer anderen Kamera mit ähnlichen Kenndaten: Überlegt es euch genau, ob ihr euch das antun wollt oder ob es nicht besser wäre noch etwas zu sparen und dann eine Kamera mit wenigstens einem optischen Zoom zu kaufen, oder, wenn man nicht mehr warten kann, doch lieber eine gebrauchte Kamera eines "gestandenen" Herstellers zu suchen?

Hier noch die Ausschnitte von 8 fachem Zoom bei 12 Megapixel (rot) und 16 fachem Zoom bei 3 Megapixel (blau) auf dem Original-Bild (also dem, was der ganze Sensor sieht):

 Ausschnitte aus dem Originalbild

11. September 2006  
R.I.P. oder eigene Dummheit

Jeder regt sich mal über andere auf. Ab und zu regt man sich auch über sich selbst auf. Besonders, wenn man eine Dummheit begangen hat. Meistens vergeht beides relativ schnell wieder. Ärgerlicher ist es, wenn man ständig an seine Dummheit erinnert wird und sich dann wieder über sich selbst aufregt.

Um was es sich dreht? Nun, ich habe am Donnerstag abend meinen guten Foto im Neckar versenkt. Aus reiner Dummheit. Donnerstag abend war ja partielle Mondfinsternis. Ich war auf dem Heimweg und wollte ein paar nette Nachtaufnahmen auf der Brücke an der Schleuse Feudenheim  {gt:49.483516617913644,8.508782386779785,Brücke an der Schleuse Feudenheim}machen. Das ging auch noch gut. Anschließend wollte ich noch ein vorbeifahrendes Schiff mittels Langzeitbelichtung festhalten und bin dazu ganz ans Ufer. Mangels Stativ habe ich die Kamera auf die Fototasche gelegt und abgedrückt. Die Kamera lag auch einige Zeit da, bis sie samt Fototasche umgekippt und direkt in den Neckar gefallen ist. Die Fototasche ist ohne Inhalt scheinbar nicht so stabil :-(

Da liegt nun also eine EOS 10D samt zwei Monate altem neuem Objektiv auf dem Grund des Neckarkanals. Zum heulen ist das. Leider aber bittere Realität. Bergungsversuche machen auch keinen Sinn. Selbst wenn ich die Kamera im tiefen, trüben Wasser finden würde, eine Instandsetzung entweder unmöglich oder erheblich teurer als eine neue Kamera. Schweren Herzens muss ich die Kamera abschreiben. Und der Grund ist nur meine eigene Dummheit. Das Bild wäre sicher auch vom Weg gelungen. Oder ich hätte eine andere Unterlage verwenden können. Oder noch einfacher: Den Tragegurt festhalten.

Sie ruht nun also für immer auf dem Grund des Neckarkanales. Rest.In.Peace. ;-)

Für den Unwahrscheinlichen Fall, dass tatsächlich jemand die Kamera aus dem Neckar fischt: Sollte jemand irgendwann mal hier {gt:49.479217,8.531383,Hier ruht meine EOS 10D} eine Kamera mit der Seriennummer 1830504757 finden wäre es nett, wenn derjenige sich bei mir melden würde. Vielleicht kann man ja die Bilder noch von der Speicherkarte kratzen. Als letzte Erinnerung sozusagen ;-)

28. August 2006  

Eben lese ich auf Spiegel.de, dass am Paradeplatz{gt:49.48705,8.46629,Paradeplatz Mannheim} ein Koffer steht und nun Bombenalarm herrscht. Bin mal gespannt, ob sie den Helden finden, der seinen Koffer angekettet hat und was sich sonst noch daraus entwickelt...

UPDATE: Wieso war es mir nur klar, dass irgendein Müll in dem Koffer war und irgendjemand, der geistig etwas verwirrt ist, den Koffer angekettet hat? Laut N24 waren Zeitungen, laut Spiegel Online Bücher drin ;-)

UPDATE2: Zwischenzeitlich gibts von der Pressestelle der Polizei eine Mitteilung:

Zeitgleich mit dem Sprengstoffexperten der Polizei trafen auch die Besitzer des Koffers vor Ort ein. Diese konnten die Situation schnell aufklären. Es handelte sich um zwei Männer im Alter von 25 und 33 Jahren, die in der Innenstadt Bücher einer asiatischen Religionsgemeinschaft verkauften. Im Koffer hatten sie zu diesem Zweck die Bücher deponiert. Um diese gegen Diebstahl zu sichern, hatten sie den Rollkoffer an der Haltestelle angekettet.

Ob die nun geistig verwirrt sind oder nicht lasse ich ketzt mal besser offen...

Interessant ist noch folgende Aussage:

Da aufgrund der momentanen Sicherheitslage ein ernster Hintergrund nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde der Fundort großräumig abgesperrt.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie groß die Vergesslichkeit, Dummheit und vor allem Verdränungsgabe der Menschheit ist. Auf der einen Seite kann schon seit Ewigkeiten, mindestens aber seit knapp fünf Jahren, immer wieder hören, dass man einen Koffer oder ähnliches nicht unbeaufsichtigt rumstehen lassen soll und man macht es trotzdem. Normalerweise reagiert darauf auch niemand sofort mit einem Bombenalarm, aber da passiert dann mal (fast) wieder was und in jedem herrenlosen Gepäckstück wird eine Bombe gesehen. Hätte die Mannheimer Polizei vor zwei Monaten auch schon so empfindlich reagiert? Vermutlich nicht. Nico Lumma hat auch im Bezug auf den Mannheimer Fehlalarm in seinem Blog einen Artikel geschrieben hat, der in dieselbe Kerbe haut, wie folgendes Zitat von Scytale auf im-coma.de:

0mG it si teh T3RR0R! *Kameras rund ums Haus aufstell*
Sorry, ich kann's nicht mehr hören. Meiner Meinung nach sollte es wesentlich mehr "Scherzbombenkoffer" geben, deutschlandweit. Vielleicht raffen sie nach der 20. Sprengung von Plüschtieren wie bekloppt das alles ist.

Ich sehe es wie die beiden auch: Auf der einen Seite darf man sie ganze Sache sicher nicht auf die leichte Schulter nehmen, aber auf der anderen Seite ist es vollkommen daneben, ständig überall eine Bombe oder sonstige Terrorgefahr zu suchen. Da sagt irgendjemand irgendwas von einer Bombe und binnen Minuten wird ein kompletter Bahnhof, Flughafen oder sonstwas für Stunden gesperrt und lahmgelegt. Zwischenzeitlich brauchen die richtigen Terroristen gar keine Bomben mehr bauen. Es reicht aus, ab und zu ein Gerücht zu streuen oder irgendwelche Anfänger eine Bombenatrappe bauen lassen und die dann on tour schicken, um ein ganzes Land in Chaos und den Ausnahmezustand zu versetzen und damit die Politiker anzuheizen, die Freiheit der Bürger durch Videoüberwachung, Kommunikationsdatenspeicherung und anderen Big-Brother-Ideen weiter einzuschränken.

Ich behaupte: Wenn ein Terrorist wirklich eine Bombe zünden will, dann bekommt er das auch hin, egal wie groß die Sicherheitsmaßnahmen sind. Er muss nur Vorsichtig und Kreativ genug sein.

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