Meine Mutter wollte vor einigen Wochen, als ich nach sie sich gewundert hat, weshalb ich schon Sonntagmorgens Richtung Mannheim aufgebrochen bin, von mir wissen, was den nun „Geocachen” genau ist. Meine Erklärung habe ich mit dem Angebot verbunden, einen Cache gemeinsam mit ihr zu heben. Diese Idee haben wir dann zu einer Familienwanderung ausgebaut.
Gestern war es dann soweit, dass wir einen Termin gefunden haben, an dem alle Zeit haben und ich meine Familie in die Geheimwelt des Geocachens einführen konnte. Leider konnte meine Mutter und die Freundin meines Bruder wegen Krankheit dann aber doch nicht mit. Wir anderen haben uns gestern dann aber trotz angekündigtem Regen auf den Weg in den Schönbuch gemacht. Auf dem Weg dorthin kam dann auch der Scheibenwischer des Autos kräftig zum Einsatz. An unserem Ausgangspunkt angekommen, haben wir beschlossen, die Erklärungen, wie das ganze jetzt genau funktioniert noch im Auto zu behandeln. Da war es wenigstens trocken. Als wir ein paar Minuten später ausgestiegen sind hat es zwar noch getröpfelt, aber es war quasi im Begriff aufzuhören. Nach dem gemeinsamen Gruppenbild, bei dem der Selbstauslöser etwas schlecht gezielt hat, zum Start legten wir dann los.
Zum einstimmen und aufwären haben wir dann zuerst den „Da Guck No-Kayh”-Cache {gt:48.580316666,8.9368333333,Da Guck No-Kayh} gehoben. Ich hatte mir den Cache sozusagen als Übung für den sicheren Versteck-Erkenn-Blick gedacht. Nach wenigen Minuten hatten wir den Cache auch. Eine wirklich gute Idee fand ich das Logbuch des Micro-Caches, das in eine Film-Hülle eingebaut war:
Auf dem Rückweg Richtung Parkplatz, dem Ausgangspunkt des eigentlichen Caches haben wir uns dann unserer Regenjacken entledigt, da die Sonne raus kam. „Schönbuch - Nordschleife” {gt:48.580383333,8.938816666,Schönbuch Nordschleife}, der eigentliche Cache, den wir an diesem Tag heben wollten ist ein Multi-Cache mit insgesamt 15 Stationen, die an einer Strecke mit über 15km verteilt sind. Die einzelnen Stationen waren größtenteils gar nicht so einfach zu finden, da es keine echten Caches waren, sondern lediglich Edding-Beschriftungen die die nächsten Koordinaten angaben. Wenn an den angegebenen Koordinaten eine Sitzbank steht und sonst nichts als Bäume, dann ist es ziemlich klar, wo man suchen muss. Wenn man dagegen mitten im Wald steht und auf Bäumen die Inschriften suchen muss wirds selbst mit den verschlüsselten Hinweisen schwer:
Wir haben aber trotzdem alle Stationen gefunden und konnten den Final dann aber erfolgreich heben, auch wenn uns allen zum Schluss nach gefühlten 20-25km gereicht hat. Glücklicherweise war es zurück zum Auto nicht mehr weit
Spaß hat es übrigens allen trotzdem gemacht – haben sie zumindest gesagt.
Im laufe des Nachmittags haben wir beschlossen, dass die beiden zu Hause gebliebenen auch noch einen Mini-Cache heben müssen, bevor wir den Tag gemeinsam mit einer Raclette-Runde abschließen.
Der Schönbuch ist zur Zeit übrgens wirklich schön, da sich das Laub momentan in allen möglichen Farben einfärbt. Besonders wenn die Sonne gegen die Blätter scheint und strahlend blauer Himmel ist kann man das Bild gar nicht beschreiben und der Foto bringt die Stimmung nicht mal annähernd rüber.
Komisch war, dass wir den kaum Menschen getroffen haben, was für die Gegend eigentlich sehr ungewöhnlich ist. Böse Zungen nennen die Wege dort Highways. Scheinbar waren die meisten aber vom schlechten Wetter des Morgens abgeschreckt und so trafen wir in den ersten 3 Stunden insgesamt vielleicht 10 Jogger und Radler und zuätzlich noch eine Horde Kinder, die scheinbar einen Kindergeburtstag an einer Grillhütte feierten. Es war aber eigentlich gar kein schlechtes Wetter, die meiste Zeit hat sogar die Sonne gescheint. Das haben die Leute scheinbar irgendwann dann auch mitbekommen und als wir Richtung Herrenberg kamen begegenten uns auf einmal ständig irgendwelche Leute…
Unterwegs habe ich übrigens noch zwei Panoramen mit dem Ausblick vom Schönbuch in Richtung Süden geschossen: