...zumindest indirekt. Vor langer Zeit hatte ich ja mal einige ungebetene Anrufe von Tele2, woraufhin ich ihnen einen Beschwerde-Brief geschrieben habe und mich auf das Datenschutzgesetz berufen habe und Auskunft darüber wollte, wie sie zu meinen Daten gekommen seien.
Lange habe ich nichts von ihnen gehört. Leider habe ich es vergessen und nicht weiter verfolgt. Ende Juli hatte ich zwar nochmal daran gedacht, aber auch nichts weiter unternommen. Letzten Freitag habe ich dann nochmal eine eMail an den Datenschutzbeauftragten geschrieben, welche im Gegensatz zur ersten Mail damals nicht gebounced wurde. Und was lag nun in meinem Briefkasten (wohlgemerkt der an der Haustür, nicht der Elektronische)? Eine Antwort auf meine Anfrage!
Es schreibt die Firma Bürgel, eine Firma deren Spezialität Direktmarketing ind Inkasso ist (welch Kombination), dass Tele2 ihnen meine Anfrage weitergeleitet hat und sie den Vorgang geprüft haben.
Ergebnis: Sie haben die Daten auch nur von verschiedenen externen Anbieter gekauft und da sie sich an die Gesetze halten, haben sie alles brav nach übermittlung an Tele2 gelöscht und können mir daher keine weitere Auskunft über die Herkunft der Daten erteilen.
Super Sache oder? Da bringt das beste Datenschutzgesetz nichts, wenn sich die Firmen dahinter verstecken. Man sagt als Adress-Verkäufer einfach, dass man die Daten von vielen verschiedenen Anbietern einkauft und da man sich an die Bestimmungen hält und die Daten sofort nach Gebrauch löscht kann man nicht mehr nachvollziehen, wie man zu der einzelnen Adresse gekommen ist und schon kann man munter die Daten ganzer Telefonbuch-CDs als „Personen mit Zustimmung zu tausenden Werbeanrufen” verkaufen.
Der Brief war übrigens an ‚Phillip Fleck’ adressiert. Copy&Paste wars zumindest in der Adresse nicht. Der Rest dürfte ein Standardbrief gewesen sein.
Ein paar Fragen bleiben nun aber doch: Wieso reagiert Tele2 nicht auf ein Einschreiben, aber eine eMail binnen weniger Tage? Ist da möglicherweise System dahinter, da jetzt die Daten sicher gelöscht sind? Ich habe es zwar nicht gefordert, aber ich hätte nach den drei Anrufen eigentlich schon noch eine Stellungname seitens Tele2 direkt erwartet. Mir ist es aber irgendwie zu doof jetzt da noch rummachen.
So ungefähr könnte man den Artikel über die neue Ausgabe des „Sport-Brockhaus” in der Frankfurter Rundschau beschreiben. Ich habe die Ausgabe jetzt hier nicht vorliegen, aber scheinbar ehthält er enorm viele falsche und unvollständige Angaben.
Wenn sowas in bei einem 08/15-Lexikonpassiert wäre, dann hätte man es vermutlich damit abgetan, dass es mit heißer Nadel gestrickt wurde. Aber das ein Lexikon mit „Brockhaus” im Titel dermaßen Mangelhaft ist darf eigentlich einem so renomierten Lexika-Haus wie Brockhaus nicht passieren. Da muss es doch noch irgendwo eine Qualitätskontrolle geben oder? Ich meine, wenn ein Artikel fehler enthält, dann ist das Ärgerlich, aber in der Fülle der Informationen verkraftbar. Die Frankfurter Runschau spricht aber von deutlich mehr als einigen wenigen Artikeln.
Wenn solche fehler der Wikipedia passier wären, dann hätten wahrscheinlich alle Kritiker wieder aus vollen Rohren gefeuert und den Teufel an die Wand gemalt.