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Dieser Blog wird von Philipp Fleck geschrieben. Sämtliche Beiträge sind meine persönliche Meinung. Also nicht drüber aufregen.
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30. September 2006  
Kopf Hoch!

Es ist immer wieder cool, was sich manche Guerilla-Künstler so einfallen lassen. Vor längerer Zeit habe ich ein Foto vom Fellbacher Bahnhof mit dem Text "Denken verboten" hier im Blog gepostet. Gerade eben habe ichauf dem Bahnhof in Pforzheim etwas ähnliches gesehen: Einen Schachtdeckel mit der Aufschrift "Kopf hoch". {gt:48.89442,8.70173,Schachtdeckel Kopf hoch} Geniale Idee oder? Ich hoffe mal, dass man auf dem Bild etwas erkennen kann :-/


29. September 2006  
Langzeit-Bilder-Speicher

Bei Spiegel Online erschien neulich ein Artikel über die Probleme und Gefahren des heimischen digitalen Foto-Archivs. Der Tenor des Artikels trifft sich ziemlich mit meiner Meinung: Ohne Ordnung und Pflege werden die digitalen Bilder irgendwann verloren sein, wobei dieses "irgendwann" wie bei Dias oder Papierbildern nicht in Jahrhunderten sondern in einigen Jahren bis wenigen Jahrzehnten sein wird. Auch die traurige Tatsache, dass viele heute geborene Kinder zu ihrer Hochzeit kaum Bilder aus ihrer Jugend haben werden ist ebenso wenig abwegig, wie die Problematik, dass die Daten, wenn sie denn noch vorhanden sind, gelesen werden können. Besondern wenn man teilweise sieht, wie manche mit ihren Bildern umgehen, kann man Sie eigentlich nur bemitleiden.

Dankenswerterweise wurde in dem Artikel nicht nur die Problematik angesprochen, sondern es wurden auch (mehr oder weniger ernsthafte) Lösungen, sprich die verschiedenen verfügbaren Speichermöglichkeiten betrachtet und ein Kommentar zu deren Zukunftsicherheit abgegeben. Ergebnis dessen war die Aussage, dass die Bilder letzlich bei Internet-Bilderdiensten am sichersten seien, da man sich dort um gar nichts kümmern muss.

Das finde ich aber angesichts des vorherigen Artikels doch eine seltsame Aussage. Auf der einen Seite fordern sie, dass man auch noch nach dreisig Jahren die Bilder anschauen können soll, auf der anderen Seite legt man die Sicherheit der Bilder mit solch einem Service komplett in andere Hände. Was passiert, wenn flickr in 5 Jahren Pleite ist und von heute auf morgen alle Server abschaltet? Aus meiner Sicht eine unsichere Möglichkeit. Außerdem habe ich noch gut in Erinnerung, dass ein Anbieter, um Platz zu sparen, die Bilder der Kunden einfach neu komprimiert hat.  Mal ganz davon abgesehen, dass ich absolut keine Lust habe, meine privaten Bilder auf einen amerikanischen Server zu laden in der Hoffnung, dass sie dort vielleicht auch Privat bleiben. Wobei das "hochladen" sowieso ein Punkt ist. Für die Bilder, die ich hier auf der Platte liegen habe bräuchte ich mit meinem DSL-Zugang fast 23 Tage.

Ein Internet-Bilderservice mag für manche Menschen eine Möglichkeit sein, ich persönlich will sowas nicht nutzen, weil ich meine Bilder einfach nicht komplett aus der Hand geben will. Dafür nehme ich den Zusatzaufwand des doppelten Backups und des alle 5 bis 10 Jahre auftretenden Formatwechsels mit der damit einhergehenden Konvertierung auf mich. Apropos. Ist schon ein Nachfolgeformat für JPEG in Sicht? Anfang September wurde es 14 Jahre alt.

Früher mit den analogen Fotos mag der Aufwand der Archiv-Erhaltung nicht so groß gewesen sein, dafür hatte man auch nicht die Möglichkeit Bilder ohne Qualitätsverlust über die Dauer aufbewahren. Mal ganz davon abgesehen, welche Vorteile man sonst noch mit einem digitalen Archiv hat... Einzig bei den Raw-Bildern habe ich noch etwas Bauchweh vor der Langzeitarchivierung.

28. September 2006  
Neue Gabel: 3 Monate

Vor etwa drei Monaten habe ich hier berichtet, dass meine an meinem Fahrrad der Steuersatz ausgeschalgen sei und die Federgalbel zu viel spiel hat. Weiter davon berichtet habe ich damals nicht. Das hole ich jetzt nach ;-)

Der Monteur der Reaparatur-Firma kam dann doch bereits in der folgenden Woche und schaute sich die Probleme an. Das Steuersatzproblem lies sich einfach dadurch beheben, dass das Lager neu gefettet und dann einfach wieder festgeschaubt wurde. Es war komplett locker. 

Die Sache mit der Gabel konnte er dagegen nicht gleich lösen, da sie ersetzt werden musst und er diese erst für mich bestellen musste. Sie sollte per Post von der Hersteller-Firma zu mir geschickt werden und dann sollte wieder ein Monteur vorbeischauen. Brechen oder so könne aber nichts, es würde also nichts dagegen sprechen, mit dem Rad zu fahren. Nach ca einer Woche kam dann die Gabel, der Monteur kündigte sich in der Folgewoche an. Dummerweise hatte ich zu dem Zeipunkt, als er kommen wollte keine Zeit und es verschob sich um eine weitere Woche. Mitte Juli war dann der Monteur da und wollte die Gabel einbauen. Beim Auspacken fiel ihm aber schon auf, dass irgendwas nicht stimmt und es stellte sich schnell raus, dass die Gabel ein zu dickes Rohr hat. Respekt an dieser Stelle für den Monteur: Per Augenmaß ein 1"-Rohr von einem 1"1/8 zu unterscheiden wäre mir sicher nicht gelungen. Er hat die Gabel also wieder eingepackt und die richtige bestellt. Weshalb überhaupt die falsche geliefert wurde war rätselhaft. Eigentlich sollte die Fahrradfirma, wissen, welche Teile für das Rad notwendig sind. Immerhin haben sie tausende davon hergestellt.

Danach begann eine lange Zeit des Wartens. Die nette Dame vom Reparatur-Service hat nahezu jede Woche bei mir angerufen und sich nach dem Stand erkundigt. Es wurde scheinbar einige Male behauptet, dass ein Paket beim Hersteller verschickt wurde, bei mir kam aber nie eines an und Tracking-Nummer oder sowas gabe es auch keine. Ich war zwar wegen Jungscharlager und anderem längers nicht in Mannheim, aber im Briefkasten lag auch keine Benachrichtigungkarte. Es kam einfach nichts. Irgendwann war es der Dame des Reparatur-Services zu doof und hat in der eigenen Werkstatt nachgefragt, ob sie eine passende Gabel hätten und mir dann vorgeschlagen, dass sie mir die zuschicken lässt, wenn ich einverstanden sei. Die war zwar nicht ganz in Original-Farbe, aber Silber passt eigentlich überall dazu.

Leider war es auch nicht ganz so einfach, bis das Packet dann wirklich bei mir war. Beim ersten Zustellversuch am Montag letzter Woche war ich nicht zu Hause und es lag eine Benachrichtigung von DHL mit der Aufforderung, man solle doch dort anrufen, im Briefkasten. Das habe ich dann auch getan. Interessanterweise konnte die Dame an der Hotline kein passendes Paket ausmachen, da die Trackingnummer eigentlich zu lang sei. Sie nahm daher meine Adressdaten auf und wollte im Paketzentrum nachforschen lassen. Sie wollten sich wieder bei mir auf dem Handy melden. Nachdem am Folgetag sich niemand gemeldet hat habe ich wieder dort angerufen und dasselbe Prozedere nochmal gemacht: Paketnummer diktiert, festgestellt, dass sie falsch ist, gesagt, das wir das gestern auch schon hatten, und nochmal die Kontaktdaten angegeben. Der Herr sagte mir zu, die Sache als dringend zu markieren und dem Teamleiter vorzulegen. Ich hatte es zwar nicht dringend, aber recht sollte es mir trotzdem sein ;-) Tags darauf hat dann mein Handy geklingelt. Am anderen Ende der Leitung war jemand vom Mannheimer Auslieferungslager und hat mir erzählt, dass das Paket da sei und mit mir einen Zustellungstermin am nächsten Tag ausmachen wollte. Ich könne wählen zwischen drei Zeitblöcken: 8-12Uhr, 12-17Uhr und 17-19Uhr. Da ich morgens an der Uni war, abends aber in den Schwarzwald fahren wollte, habe ich den zweiten Block gewählt, ihm aber gesagt, dass ich es nicht ganz schaffen werde pünktlich ab 12 zu Hause zu sein sondern dass es eher halb eins werden würde und er mich deshalb eher in der Mitte oder am Ende der Route legen soll. Er wollte mir dann nochmal die Paketnummer vorlesen, zur Sicherheit. Interessanterweise war das wieder dieselbe Nummer, die auf dem Zettel stand, der bereits in meinem Briefkasten lag und ich den beiden Telefonisten an Telefon diktiert habe. Es ist immer wieder interessant, wie ein solch inkonsistentes System funktionieren kann, wenn die Nummern auf der einen Seite da sind, auf der anderen Seite aber als Falsch abgetan werden und deshalb dem Paket manuell nachgeforscht werden muss. Wenn das bei jedem Paket so ist, dann gute Nacht, DHL ;-)

Als ich an besagtem Tag der Zustellung dann um 12:20 nach Hause kam und in den Briefkasten geschaut habe, kam Freude auf: Ein neuer Benachrichtigungszettel. In der Hoffnung, dass ich den Zusteller knapp verpasst habe und er noch irgendwo in der Nähe rumfährt habe ich halb  Seckenheim angefahren. Er war nicht mehr da... Also wieder bei der Hotline angerufen. Daselbe Prozedere: Paketnummer diktiert welche mal wieder nicht im System gefunden werden kann. Jetzt war es mir zu Blöd. Auf dem Zettel stand auch irgendwas von selbst abholen und deshalb habe ich nachgefragt, ob das auch möglich sei. Es war möglich und so habe ich beschlossen Montags, wenn ich aus dem Schwarzwald zurück bin, das Paket im DHL-Paketzentrum auf der Friesenheimer Insel {gt:49.52988459983159,8.45147430896759,DHL Paketzentrum auf der Friesenheimer Insel} zu holen. Das wäre zwar mit dem Rad eine häßliche Strecke durchs Industriegebiet, aber wenn die es nicht gebacken bekommen...

Gegen 18:30, kurz bevor ich mich auf den Weg machen wollte hat es dann auf einmal geklingelt und es stand der DHL-Mensch da, mit meinem Paket. Er erzählte irgendwas von Panne und sowieso spät dran. Mir war es ehrlich gesagt egal. Ich hatte endlich das Paket!

Das Ende der Geschichte war dagegen recht unspektakulär: Gestern hat wieder die Dame vom Reparatur-Service angerufen und sich erkundigt, ob die Gabel da sei und wollte wissen, ob ich morgen früh zu Hause sei. Ich sagte ihr, dass ich eigentlich ab 10 an der Uni sein müsste und dass es mir recht wäre, wenn der Monteur entweder davor kommt oder danach. Sie sagte mir zu, dass sie versuchen werden, es so einzurichten.
Ich vermute, dass sie jetzt auch froh ist, die Akte endlich schließen zu können ;-)

Heute morgen kurz nach neun war hat dann der Monteur geklingelt und innerhalb von 20 Minuten die Gabel getauscht. Ich hätte vermutlich fünf Mal so lange gebraucht ;-) Währenddessen habe ich ihn noch gefragt, wie man am einfachsten einen Achter aus dem Rad bekommt. Nachdem er mit der Gabel fertig war hat er sich noch kurz den Speichenschlüssel geschnappt und die schlimmste Delle in meinem Hinterrad korrigiert. Das nenne ich Service! Zum Schluss, als er den Zettel mit dem Service-Auftrag den ich unterschreiben sollte angeschaut hat, stellte er teils verwundert, teils mitleidig fest, dass die Sache jetzt über drei Monate gedauert hat. Naja er konnte ja nix dafür.

Ob ich jetzt über die Gesamtdauer meckern soll, weiß ich nicht so recht. Wenn ich viel Geld dafür bezahlt hätte, dann würde ich das sicher tun. Das Rad hat aber nur 150€ gekostet so schätze ich die Lage eher so ein, dass ich froh sein kann, dass die Service-Leistung überhaupt da ist. Wenn man es realistisch sieht hat die ganze Aktion den Kaufpreis des Rades fast überstiegen. (1 Gabel, ca 1h Arbeitszeit der Monteure, 3x Anfahrt, 2x Porto für Paket, ca 1 dutzend mal telefonieren)

Mir kanns egal sein ;-)

Die Monster greifen an...

Es ist ja immer wieder lustig, was man auf den Satellitenbildern von Google so entdecken kann. Aktuell wurde ein Monsterinsekt bei Aalen {gt:48.857699,10.205451,Monsterinsekt,18} entdeckt:

Scrrenshot von Googles Scan-Fehler

Naja in wirklichkeit ist es wohl ein normalesTierchen, das zwischen Film und Scannerglas geraten ist ;-) Es sieht trotzdem irgendwie hart aus.

Via im-coma.de und tagesschau.de 

27. September 2006  
Man muss es ja nicht gleich übertreiben
Erst neulich habe ich mich über das Megapixel-Getue bei Digitalkameras ausgelassen. Was lese ich heute? Digitalkamera mit 160 Megapixel. Allerdings echte Auflösung bei einer Sensorfläche von 6x17cm! zum Vergleich: die Kamera von neulich hatte einen Chip im Halb-Zoll-Format, also etwa 0,77x1,02cm. Interessanterweise sind sich die beiden Chips vom Auflösungsvermögen gar nicht so unterschiedlich. Bei der "großen" ist ein einzelner Sensor 8µ groß, bei der "kleinen" 5µ. Wenn das Vollformat-Modell ebenso interpolieren würde, wie das Low-End-Modell hätte es eine beworbene Auflösung von etwas über 600 Megapixel. Ob man da nicht lieber gleich 0,6 Gigapixel sagen sollte? Zumindest die Bilder kommen sicher in den GigaByte-Bereich ;-)
24. September 2006  
BrokenStoneCache und Capt'n Cache's Mystery Cache

Heute war ich mal wieder seit langem mit ein paar Bekannten geocachen. Ich kopiere jetzt einfach meine Logeinträge von geocaching.com hier rein ;-)

BrokenStoneCache: {gt:49.4747,8.669333,BrokenStoneCache} 

Heute haben wir (x300, ich) den BrokenStoneCache gehoben.
Die ersten Stages waren kein Problem. Den Weg zur dritten dagegen haben wir irgendwie etwas verplant und sind so letztlich Quer durch den Wald auf den Ölberg hochgelaufen. Ganz interessant waren die Bunker(?)-Anlagen, die wir dabei gesehen haben (->Waypoint). Es ist ist faszinierend, wie sich die Natur ihren Lebensraum zurückholt.
An Stage drei haben wir etwas länger rumgesucht, bis wir das Schild gefunden haben. Bei den angegebenen Koordinaten gibt es kein Schild. Passende Schilder sind etwa 80-100 m vom Punkt an Stage 3 weg. Bei Stage 3 in der Nähe ist auch Capt'n Cache's Mystery Cache, welchen wir auch noch "mitgenommen" haben ;-)
Am Final selbst waren wir etwas von der Gradzahl irritiert. 225° zeigte der Kompass im GPS gerade in die entgegengesetzte Richtung an, in der dummerweise auch ein Baum mit Gabelung steht. Unsere Buddel-Versuche waren allerdings nicht sehr erfolgreich. Daher habe ich mal in die entgegengesetzte Richtun geschaut und den Cache dann auch relativ leicht gefunden ;-)
Insgesamt wars ein schöner Nachmittag mit einer schönen Tour.

Capt'n Cache's Mystery Cache: {gt:49.467383,8.6803,Captn Caches Mystery Cache}

Eigentlich waren wir (ich, Team x300) auf der Suche nach dem BrokenStoneCache. Allerdings hat das GPS auf Suche nach dessen Stage 3 auf einmal einen zweiten Cache angezeigt. Ohne Infos haben wir einfach mal an den Koordinaten nachgeschaut und da war er dann auch und wir kamen unerwartet zu einem "extra-Cache" ;-)

20. September 2006  
Weinfest
Da will man in aller Ruhe abends mit der letzten Bahn heimfahren und was passiert? Man muss in eine überfüllte Bahn steigen, aus der schon beim öffnen der Türe einem eine Alkoholfahne von hauptsächlich älteren Menschen (60+) entgegen schlägt. Irgendwie komisch, wenn so alte Leute dermaßen betrunken sind und die Weinflaschen und -gläser noch in den Zug mitnehmen um dort weiter zu machen... Naja immerhin sind die meisten an den nächsten Haltestellen ausgestiegen ;-) PS: Das Bild ist leider nix geworden
19. September 2006  
zum richtigen Zeitpunkt abgedrückt

Das reicht bei den Bildern von Andrew Davidhazy vermutlich nicht mehr aus. Die Fotografien zeigen zum Beispiel die Kugel einer Pistole in der Luft.

 Bild einer von einer Pistolenkugel durchschossenen Tomate kurz nach dem Durchschlag. Von http://www.rit.edu/~andpph/exhibit-3.html

Aus Interesse habe ich mal die Verschlusszeit ausgerechnet: Bei einer Geschwindigkeit von 340m/s legt die Kugel in der Sekunde 340.000mm zurück. Um eine Unschärfe von einem höchstens einem halben Millimeter zu erhalten ist demzufolge eine Verschlusszeit von etwas langsamer als einer millionstel Sekunde notwendig. Zum Vergleich dazu: Die schnellsten Spiegelreflex-Kameras sind mit 1/8000 um den Faktor 100 langsamer. Die Kugel wäre in der Zeit 42,5cm weit, also schon lange aus dem Bild.

Ich bin über irgend einen Blog auf die Bilder gestoßen. Leider weiß ich nicht mehr welcher, da ich das Tab schon einige Tage offen hatte... Die Ehre gebürt also dem unbekannten Blog *g* 

18. September 2006  
Ich bleibe bei meiner Meinung

Gestern Abend/heute Nacht war mal wieder Ersti-Kino. Das bin ich zwar eigentlich nicht mehr, aber für 1,99 kommt man sonst nicht mehr ins Kino ;-). Gut es war am späten Sonntag abend, aber für einen Studenten ist das ja der landläufigen Meinung nach sowieso mittags. Das soll aber nicht das Thema sein :-)

Ich habe mich tatsächlich dazu entschieden, in "Das Parfüm" zu gehen. Vielleicht wird sich der eine oder andere wundern, weshalb ich ein "tatsächlich" davor geschrieben habe: In der Oberstufe war das besagte Buch von Patrik Süßkind bei uns Pflichtliteratur und eines der Abiturs-Themen. In dieser Ausführlichkeit wurde es auch behandelt. Problem war nur, dass ich es gehasst habe. Die endlose Beschreibungen von Gerüchen und anderem gepaart mit einer absolut kranken Hauptperson (oder kann man das Verhalten von Grenouille anders bezeichnen?) fand ich vollkommen überflüssig und verstehe bis heute nicht, warum Süßkind, so der denn tatsächlich das aussagen wollte, was wir hineininterpretiert haben, nicht einfach direkt gesagt hat. Wenn man ein Buch einfach so in seiner Freizeit liest, dann kann man es auf die Seite legen, wenn es einem nicht gefällt. Das geht bei einer Pflichlektüre in der Schule, die man monatelang durchkaut leider nicht. Spätestens ab dem Kapitel, als er 7 Jahre in den Bergen vegitiert, stand meine Entscheidung fest: Egal was kommt, über dieses Buch werde ich keine Abi-Klausur schreiben. Ich habe es gehasst. Es war einfach zu krank.

Daher war ich auch lange hin- und hergerissen, ob ich tatsächlich den Film anschauen sollte. Auf der einen Seite hatte es mich schon interessiert, wie die filmische Umsetzung realisiert ist und wie verschiedene Szenen dargestellt werden. Auf der anderen Seite war da der Hass aus der Oberstufe.

Überrascht war ich, wie nahe der Film am Buch war. Es hat fast nichts gefehlt und es wurde sehr wenig verändert, um es für den Film "passend" zu machen. Oft ist es ja so, dass diejenigen, die das Buch gelesen haben, bevor sie die Verfilmung gesehen haben, von der Verfilmnung enttäuscht sind, weil Dinge fehlen oder so verändert wurden, dass sie das anders rüber kommen. Ich glaube, dass wenige, die das Parfüm vor dem Film gelesen haben über den Film enttäuscht sind. Interessant fand ich, dass es am Anfang des Filmes relativ unruhig im Kino war, es aber immer stiller wurde. Scheinbar hatten die meisten etwas leichtere Kost erwartet. Natürlich weiß ich nicht, ob die anfängliche Unruhe an der kostenlosen Flasche Bier lag, die es zu Beginn gab und ob die Ruhe ihre Ursache in der Müdigkeit hatte :-)

Zurück zur Überschrift: Auch der Film hat meine Meinung nicht geändert: Die Geschichte ist krank und ich sehe keinen Grund, weshalb ich jemanden, dem ich ein Buch empfehlen soll, genau dieses empfehlen würde, auch wenn die Literatur-Welt anderer Meinung ist.

Update-Klickerei
Die Creative Stuite von Adobe auf meinem Rechner hat vorgeschlagen, dass sie sich mal updaten will. Da der Download der über 100MB Updates dank Flatrate nix kostet hatte ich nichts dagegen. Nach dem Download beganns dann auch ganz brav zu installieren. Nach Bridge wollte es dann aber einen Neustart... Ich frage mich da immer, wofür das gut sein soll. Es gibt unter Windows doch dieselben Mechanismen wie unter Linux, mit der man nahezu alles im laufenden Betrieb austauschen kann, aber egal. Nach dem Neustart machte das Update immerhin automatisch weiter. Nur was dann begann fand ich dann doch etwas seltsam für eine Suite die "aus einem Guß" sein soll: ich muss die einzelnen Installer durchklicken. Noch seltsamer war, dass es verschiedene Installer waren. Ich hätte mir das irgendwie anders vorgestellt...
Wer nicht will, hat gehabt

Oder im Schwäbischen: "Wer net will, hot ghet". Ganz endgültig ist es noch nicht, aber so wie sich die Heidelberger gegenüber Dietmar Hopp anstellen würde ich an seiner Stelle vermutlich auch nach anderen Möglichkeiten suchen, die Millionen zu investieren. Eine ganz nette Glosse dazu gibt es von Christian Prechtl.

via kurpfalznotitzen 

17. September 2006  
Werbung, die man heute so nicht mehr drucken könnte

Folgende Werbung wurde am 19. März 1979 in der Zeitschrift Le Point:

 Seitenausriss aus -Le Point- vom 19. März 1979. Quelle: http://11sep.info/

Gesehen habe ich den Ausschnitt bei Isotopp, die Version, auf der man den Text noch lesen kann habe ich hier gefunden. Dort ist auch der Text aus dem französischen ins englische übersetzt. Eine Übersetzung ist deutsche lasse ich mit meinen eingerosteten französisch-Kenntnissen lieber ;-)
16. September 2006  
zwölf Megapickel

Auf im-coma.de hat jemand nach einer Digitalkamera im Bereich zwischen 100 und 150 Euro gefragt. Meine Empfehlung war, sich eine ältere gebrauchte zu kaufen und sich nicht ein Megapixel-Monster anzutun. Spaßeshalber habe ich trotzdem mal geschaut, was es da so am Markt gibt und bin über ein Modell mit 12 Megapixel gestolpert. Für sensationelle 68€!

Ich kann es mir jetzt nicht verkneifen die "Qualität" dieser 12 Millionen Pixel mit 8 (bzw 16) fachem digitalem Zoom etwas genauer darzustellen und meinen Senf dazu abzugeben:

Da ich logischerweise keine Aufnahme der Kamera besitze habe ich eine Raw-Aufnahme meiner (versunkenen) Digital-Kamera als Basis genommen. und auf die drei Megapixel des Sensors beschnitten. Die Basis für meine Experimente dürfte also der wahren Qualität sicher nichts nachstehen und hat als Raw-Aufnahme auch keine Jpeg-Artefakte oder ähnliches. Die Bilder sind hier logischerweise nicht in voller Auflösung eingebunden. Diese erreicht man durch anklicken ;-)

Hier also das Ausgangsbild:

 Testbilder für eine 3 Megapixel-Kamera mit 12 Megapixel-Bilder

Das Bild habe ich nun auf 12 Megapixel "aufgeblasen":

 Testbilder für eine 3 Megapixel-Kamera mit 12 Megapixel-Bilder

Hier sehen die 12 Megapixel logischerweise nicht anders aus, aber wenn man einen Ausschnitt daraus wählt, der 8 fachem Zoom entspricht erkennt man schon die erste Qualitativen Mängel:

 Testbilder für eine 3 Megapixel-Kamera mit 12 Megapixel-Bilder

So könnte man das Bild ja noch akzeptieren. Allerdings hat es ja nicht die versprochene Auflösung von 12 Megapixel sondern nur 187.500 Pixel, also gerade 1/64 oder ~1,5%. Wenn man das ganze nun wieder auf 12 Megapixel aufbläst sieht es dann so aus:

 Testbilder für eine 3 Megapixel-Kamera mit 12 Megapixel-Bilder

 Der Ausschnitt aus dem Original-Bild ist dann so groß (1:1):

 Testbilder für eine 3 Megapixel-Kamera mit 12 Megapixel-Bilder

Beim Versprechen eines 16-fach Zooms für 3 Megapixel sieht es sogar noch krasser aus. Dieser Ausschnitt (1:1) auf dem Sensor wird auf 3 Megapixel aufgeblasen:

 Testbilder für eine 3 Megapixel-Kamera mit 12 Megapixel-Bilder

12.288 Pixel auf dem Chip werden zu über 3 Millionen interpoliert. Oder anders ausgedrückt: Aus jedem Pixel im obigen Bild werden 256 in diesem Bild:

 Testbilder für eine 3 Megapixel-Kamera mit 12 Megapixel-Bilder

Die Qualität braucht vermutlich nicht mehr kommentiert werden. Zumal sie vermutlich noch viel schlechter ausfällt, da eher unwahrscheinlich ist, dass die Kamera so gut interpoliert wie das von mir verwendete Photoshop. Außerdem ist davon auszugehen, dass ein Objektiv (vermutlich Plastik) mit einem Durchmesser von vielleicht 5mm überhaupt das Ausgangsbild auf den Sensor bekommt. 

Also liebe potentielle Käufer von der Technaxx X8 oder einer anderen Kamera mit ähnlichen Kenndaten: Überlegt es euch genau, ob ihr euch das antun wollt oder ob es nicht besser wäre noch etwas zu sparen und dann eine Kamera mit wenigstens einem optischen Zoom zu kaufen, oder, wenn man nicht mehr warten kann, doch lieber eine gebrauchte Kamera eines "gestandenen" Herstellers zu suchen?

Hier noch die Ausschnitte von 8 fachem Zoom bei 12 Megapixel (rot) und 16 fachem Zoom bei 3 Megapixel (blau) auf dem Original-Bild (also dem, was der ganze Sensor sieht):

 Ausschnitte aus dem Originalbild

15. September 2006  
eVoting

Ich bin dagegen. schon längers, weil ich weiß, dass eine Software nie sicher ist und man nur durch eine nicht geheime Wahl dieselbe Sicherheit erreicht werden könnte wie bei der herkömmlichen Wahl auf Papier. Es sind einfach zwei die beiden Parameter "geheim" und "anonym" die es unmöglich machen das ganze elektronisch abzuwickeln. Bei solchen grundlegenden Dingen sollte man nach dem Grundsatz "keep it simple" handeln. Und der sieht so aus: Papier, Briefumschlag und Stift.

Wieso ich darüber schreibe? Gerade eben bin ich über Nico Lumma auf ein ein Video von der University of Princeton gestoßen, der die Manipulation eines Wahlgerätes demonstriert und wurde in meiner Meinung bestärkt.

Jetzt müssen nur noch die Politiker überzeugt werden, die sich durch die Wahlmaschinen schnellere Ergebnisse erhoffen. Ich warte lieber ein paar Stunden länger und kann mir dafür sicher sein, dass die Ergebnisse auch wirklich so gewählt wurden.

14. September 2006  
Lifetype-Hacking

Heute habe ich wieder etwas am Blog-System rumgebastelt. Ab sofort kann ich eine Whitelist für Domains führen, von denen Trackbacks ungeprüft aufgenommen werden.

Ebenso habe ich meine Seite mal wieder durch den HTML-Vaildator gejagt und mit erschrecken feststellen müssen, dass über  hundert Fehler ausgworfen wurden. Zum Glück waren viele doppelt, aber es war dennoch einiges. Die meisten habe ich korrigieren können, und bei den verbleibenden habe ich keine Lust zum suchen, weshalb da ein Fehler kommt (was kann an einem u schon nicht stimmen?) bzw weil es hundertfach im Blog so verwendet ist und ich dann etliche Artikel editieren müsste, wozu ich keine Lust habe. Anscheinend ist ein div-Tag innerhalb eines p-Tags nicht erlaubt. So lernt man dazu ;-)

Mein Vorschlag für die Blätterfunktion wurde übrigens aufgenommen und wird wohl schon in Version 1.1.1 verfügbar sein. Mal schauen, ob meine zweite Eingabe, die die Umwandlung von Umlauten in urls betrifft auch aufgenommen wird. Der Original-Code erzeugt etwa aus dem Artikel-Titel "Blätterfunktion" die URL ...bltterfunktion, was irgendwie etwas unschön ist, da man sich dann die sprechenden URLs sparen könnte.

Zuguterletzt sind noch die "letzten Trackbacks" auf der rechten Seite rausgeflogen, da sie seit 1.1 auch in den Kommentaren auftauchen. Dort werden sie nun kenntlich gemacht, indem kursiv "Trackback von" davor steht.

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