Am Montag und Dienstag wurden Bomben in deutschen Bahnhöfen gefunden. Heute schreien die ersten nach flächendeckender Videoüberwachung und Kontrollen wie an Flughäfen...
Oder auf gutdeutsch: Ich muss in Zukunft eine Stunde vor Abfahrt des Zuges zum Bahnhof, weil ich noch durch alle Kontrollen muss. Das erkläre man mal einem Pendler. Interessant wird dann auch, wer das ganze finanziert. Man müsste dann schließlich auch alle Bahnhöfe im Land absichern, damit niemand über die Züge in die großen Bahhöfe gelangt. Ich glaube, ich brauche nicht weiter machen, um zumindest die geforderten Kontrollen als Schnappsidee eines Politikers abzutun, der vermutlich als Kind das letzte mal Bahn gefahren ist und sich heute vom Chauffeur in der Limo durch die Gegend fahren lässt...
Und zum Thema Videoüberwachung muss ich leider feststellen, dass Orwells 1984 - zwar mit ein paar Jahren verspätung - immer mehr eintritt.
Einziger Lichtblick war die Aussage eines Sprechers vom Fahrgastverband Pro Bahn gestern: Die Sicherheitsmaßnahmen seien ausreichend und es seinen keine weiteren Videoüberwachungsmaßnahmen oder Kontrollen notwendig. Leider habe ich keine Quelle dazu, da ich es nur nebenher im Radio gehört habe. Mir scheint, als hätte er schon gewusst, dass die Diskussion wieder angestossen wird.